Sachsentalent am Gymnasium Flöha

Back to School? Karriere in Sachsen!

Sachsentalent drückt die Schulbank: Zu Gast beim Berufsorientierungstag am Gymnasium Flöha

Sachsentalent konnte sich am 12. Februar 2019 persönlich davon überzeugen: The kids are alright. Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements liefen wir ehrenamtlich in voller Mannstärke zum Berufsorientierungstag am Pufendorf-Gynmasium Flöha auf, um über eine spätere Karriere in Sachsen zu sprechen. Da es Sachsen bekanntlich auch mal in die Welt zieht, bekamen wir außerdem vom Weltenbummler Jens Kayser Unterstützung. Hier unser Rückblick.

Anlass

Das Motto der diesjährigen Berufsorientierungswoche lautete „DIE ZEIT NACH DEM ABITUR“. Sachsentalent wurde angefragt, ob wir im Rahmen der Projektwoche einen Vortrag halten können. Ambitioniert wie immer machten wir daraus einen kompletten Schultag.

Vortrag: Karriere in Sachsen

Der Tag begann mit einem Vortrag zu Berufsfeldern und Branchen, die es im Freistaat Sachsen und insbesondere in der Region Chemnitz gibt. Neben Karrieren im technischen Bereich ging es auch um Möglichkeiten im sprachlichen und sozialen Bereich. Zusätzlich zu diversen Tipps und Tricks wies Christian die Schüler auf eine Reihe von großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen hin. Hierbei ging es weniger darum, einzelne Firmen zu empfehlen. Wir wollten vielmehr zeigen, wie viele spannende Arbeitgeber es eigentlich gibt, die die Schüler noch gar nicht kennen.

Christian von Sachsentalent über Berufseinstieg und Karriere in Sachsen

Ein wesentlicher Teil des Vortrags widmete sich den Präferenzen der Schüler, um die spätere Wahl des Arbeitgebers zu erleichtern. Wichtige Aspekte wie Gehalt, eigene Werte oder die konkrete Tätigkeit durften die Schüler in Aufgaben wie der Grabstein-Übung selbst definieren. Bei der Grabsteinübung ging es z.B. darum, die Inschrift für den eigenen Grabstein zu entwerfen und wesentliche berufliche „Achievements“ zu definieren. Das Feedback der Schüler am Ende des Tages zeigte, dass der Vortrag ganz gut ankam. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Vortrag etwas zu lang war und sich viele Schüler eine stärkere Beleuchtung von nicht technischen Karrieren wünschen.

Die Mini-Workshops

Musik von vorne ist ja ganz nett, aber irgendwann bekommt man Ohrenbluten. Viel spannender ist es natürlich, Dinge selbst auszuprobieren. In der Vorbereitung des Berufsorientierungstages verbrachten wir eine Menge Zeit damit, Mini-Workshops zu konzipieren. Ziel war, innerhalb von 30 Minuten einen realistischen und praxisorientierten Einblick in die Bereiche Vertrieb, Unternehmensgründung und Arbeiten im Ausland zu geben. Hierbei entstand die didaktische Schwierigkeit, die Schüler schnell in ein Setting zu bringen, und gleichzeitig genügend Freiraum und Zeit zu geben, um Dinge praktisch zu probieren. Das erklärt auch, warum wir für die Vorbereitung des Berufsorientierungstages mehr als eine Woche Arbeitszeit investieren mussten. Ein Vorteil der Mini-Workshops war außerdem, dass wir drei Gruppen mit jeweils 20 Teilnehmern in 90 Minuten an drei grundverschiedene Themen praktisch heranführen konnten.

Workshop Vertrieb

Im Workshop von Julia konnten die Schüler innerhalb von 30 Minuten nicht nur das Berufsbild des Vertriebs kennenlernen, sondern durften das Pufendorf- Gymnasium Flöha an die Firma Google verkaufen. Hintergrund-Setting war in diesem Fall, dass Google sich nach vielfältigen Protesten gegen einen Google Campus in Berlin entschieden hat. Die Schüler analysierten den Bedarf des Unternehmens und erarbeiteten eine Lösung, d. h. ein konkretes Angebot. Nach der Preisfindung erstellten die Schüler einen knackigen Pitch und vermieteten bzw. verkauften das Gymnasium Flöha für mehrere Mio. Euro. Im Workshop entstanden coole Konzepte und viele wussten es ja schon vorher: Flöha ist eh viel nicer als Berlin 😉 Denn: In Sachsen gibt es viele junge, kreative Köpfe, wunderschöne Landschaften sowie günstigen Wohnraum für Visionäre und Gründer. Also Google, wenn Ihr nach einem geeigneten Standort für euren Campus in Deutschland sucht, in Flöha seid Ihr herzlich willkommen!

Julia und ihre Vertriebstalente

Workshop Gründung

Die Schüler bekamen ein kurzes Briefing zum Gründen als Karriereweg und dann ging es los. Innerhalb von 20 Minuten musste anhand eines Arbeitsblattes eine Geschäftsidee entwickelt werden. Das Ganze orientierte sich am Lean Start-Up-Gedanken und dementsprechend war das klassische Business Model Canvas von uns noch mal deutlich vereinfacht und überarbeitet worden. Zur Auswahl standen die Business-Ideen Nachhilfe und Haushaltshilfe. Als echte Entrepreneure verwarfen relativ viele Teams diese Ansätze und entschieden sich für eine eigene Geschäftsidee. Unter anderem wurden folgende Ideen ausgearbeitet:

  • Tatort-Reinigung
  • Shisha-Bar Flöha
  • Indie-Games Studio
  • Shuttle-Service für Schüler
  • Flöha Music Club
  • Second-Hand-Clothing für Schüler im Gymnasium

Im Workshop entwickelten die potentiellen Gründer ihre Geschäftsideen und bekamen ein erstes Gefühl für Investitionskosten, Preis und Kunden. Natürlich waren wir nach 20 Minuten nicht so weit, dass jeder einzelne Aspekt einer Gründung konkret und ausführlich beleuchtet wurde. Viel wichtiger aber ist eins: Wir haben unser Bestes gegeben, um alle mit dem Gründungsvirus zu infizieren 🙂

Workshop Arbeiten im Ausland

Jens Kayser vom Internationalen Bereich der bfz gGmbH gab den Schülern einen Einblick in die Arbeit im Ausland. Er führte ein in die Arbeit bei NGOs und in der Entwicklungszusammenarbeit, bei staatlichen und zwischenstaatlichen Einrichtungen wie Auswärtiges Amt, EU oder UN, oder bei deutschen Firmen im Ausland. Jens veranlasste die Teilnehmer zum Nachdenken über Voraussetzungen, Kompetenzen und Erfahrungen für die einzelnen Berufsfelder und wie die Arbeit dort aussehen kann. Er gab nützliche Tipps, wo man nach Jobs und Praktika suchen kann und gab ganz konkrete Einblicke in die Arbeit bei internationalen Organisationen. Jens wies darauf hin, dass  Praktika im Ausland schon während des Studiums  den eigenen Lebenslauf sehr aufwerten und die Arbeit im Ausland abwechslungsreich und interessant ist. Viele Teilnehmer waren überrascht von den unerwartet vielen Möglichkeiten, im Ausland zu arbeiten. Jens gewann übrigens die Abstimmung über den besten Workshop. Glückwunsch!

Fazit: Karriere in Sachsen

Wir trafen kreative, engagierte junge Menschen, die in wenigen Monaten mit Vollgas in die nächste Lebensphase gehen. Wir hatten viel Spaß mit spannenden Geschäftsideen, coolen Rampensäuen, die ihr Gymnasium an Google verkauften und Menschen, die im Ausland was bewegen wollen. Dafür und für die tolle Zeit bedanken wir uns bei den Schülern! Natürlich gilt unser Dank auch Herrn Oehm, der als zuständiger Lehrer des Pufendorf-Gymnasiums alle Fäden und zwischendurch so manches Kabel in der Hand hielt. Wir sind sicher, dass einige Schüler und Schülerinnen nun genauer hinschauen, um spannende Arbeitgeber für ihre Karriere in Sachsen zu finden. Fertsch!